Dorcas-Jungsprojekt

FC-DOrcas-Trikots

Das Dorcas-Jungsprojekt in Burkina Faso ging im Jahr 2011 an den Start. Hier finden Jungs Aufnahme, die bisher auf der Straße lebten. Vormittags findet der Unterricht statt, nachmittags steht Fußballtraining auf dem Programm. Auch ein Beruf kann erlernt werden. Angeboten werden Ausbildungen für Elektriker, Schweißer, Tischler und Schneider.
Mithilfe von Fördergeldern konnten ein Trainingsplatz und im Jahre 2016 ein neues Ausbildungszentrum gebaut werden. Wir können erleben, wie die Persönlichkeit der Jungs aufblüht und sich entwickelt. Ihr Leben hat einen konkreten Inhalt bekommen, abseits von ihrem bisherigen Dasein auf der Straße. Geleitet wird das Projekt von Siebou Da, einem Mitglied der Kirche von Pastor Moise Oubda, unserem Partner in Burkina Faso.
Für die Jungen können wie bei allen unseren Projekten Patenschaften übernommen werden.

Sie können für das Projekt gezielt spenden ohne Geld auszugeben. Mit einem Klick auf folgenden Sharing-Link https://smoo.st/it/df755

 

 

Vormittags besuchen die Jungen im Rahmen unseres Projektes die Schule. Sie lernen lesen, schreiben und rechnen. Außerdem entscheiden sie sich für eine Berufsausildung (Tischler, Schneider, Schweißer, Elektriker). Nachmittags trainieren sie auf dem Fußballplatz oder helfen bei sozialen Einsätzen.
Die-Dorcas-Jungs
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Ich heiße Eric Bebe Dah.
Vor drei Jahren wurde ich auf der Straße mir selbst überlassen. Eines Tages traf ich einen Herrn der mir sagte, dass er Fußballspieler in einem Club hier in Bobo sei und dass er Jungs wie mich suche, um eine Fußballmannschaft zu gründen. Ich war sofort begeistert. Ich brachte ihn zu meinen Eltern, damit er sehen konnte, was mich dazu gebracht hatte, mein Elternhaus zu verlassen. Mein arbeitsloser und polygamer Vater kümmerte sich nicht um uns. Heute, im Programm vom „Dorcas Boys Project“ hat sich mein Leben völlig verändert. Ich lerne jetzt, Französisch und Mathematik, Fußball und Volleyball. Seither hat mich auch die Lebenslust gepackt in der Hoffnung, dass ich eines Tages einen Beruf erlernen kann. Später möchte ich heiraten und eine Familie gründen.
Dah Bebe Eric
Ich bin Amadé Ouedraogo.
Ich freue mich sehr, dass ich an diesem Programm teilnehmen darf, das mich dazu animiert, in meinem Leben erfolgreich zu sein. Ich war das Leben leid, wenn ich meine Eltern in ihrer Armut sah. Meine Mutter, die so arm war, dass sie kaum Kleider hatte um sich oder uns Kindern etwas anzuziehen, all das frustrierte mich sehr. Deshalb entschloss ich mich, auf der Straße zu leben. Sollte ich schnell sterben, würde mir das helfen, nicht so elend zu leben wie meine Eltern. Eines Tages lerne ich Herrn DA Seydou kennen, als er uns vor dem Kino aufsuchte und unser Freund werden wollte. Durch diese Freundschaft bekam ich die Chance mir darüber klar zu werden, dass es auf dieser Welt Menschen gibt, die anderen helfen wollen. Heute spiele ich Fußball und Volleyball, ich lerne Französisch und Mathematik, Ich träume davon, Schweißer zu werden und meinen Lebensunterhalt zu aus eigener Kraft zu verdienen. Ich habe im „Dorcas Boys Project“ Hoffnung bekommen und liebe unsere Lehrer sehr.
Ouedraogo amadé
Mein Name ist Issa Sanogo.
Ich bin mit meinem älteren Bruder auf die Straße gegangen, denn wir sind Vollwaisen und unser Onkel machte das Leben unerträglich für uns. Er schlug uns, forderte von uns schwere Arbeiten und gab uns nicht genug zu Essen. So fing mein älterer Bruder eines Tages an, auszugehen und am Abend nicht nach Hause zu kommen. Niemand suchte ihn und so beschloss ich, mich meinem Bruder auf der Straße anzuschließen. Dort erzählte uns einer unserer Freunde, dass er zu einem Programm im Dorcas-Center gehe und dass wir mitgehen könnten. Das Programm gefiel mir, wegen des Fußballs, und ich meldete mich an. Mit meinen Verwandten wurde Kontakt aufgenommen, und sie hatten kein Problem damit – denn das Zentrum gibt Mais für die Mahlzeiten aus und die ganze Familie profitiert davon. Im Moment wo ich dieses Zeugnis abgebe warte ich schon ungeduldig auf das Material, das es uns erlauben wird, das Elektriker-, Schreiner- und Schweißerhandwerk zu lernen. Ich bin stolz darauf, Französisch zu lernen und jetzt bin ich auch in das Haus meines Onkels zurückgekehrt.
Issa Sanogo