Förderprogramm Senior High School Ghana

Förderprogramm Senior High School Ghana
Wenn ein deutscher Schüler sein Abitur machen will ist meist das einzige, was er leisten muss, gute Noten. Es fallen keine Kosten an und wenn der Schüler gut genug ist ermöglicht ihm das Abitur das Studium jedes Wunschfaches.
Anders ist das in Ghana. Besonders schwierig ist es für Kinder, die in ärmlichen Verhältnissen aufwachsen. Das erste Schuljahr an der Senior High School (SHS) kostet, je nach Schule, 300 bis 500 €. Eine Summe, die sich nur sehr wenige Eltern leisten können. Es fallen dabei Schuluniform, Bücher, Taschenrechner und Schuhe an, ganz abgesehen von den Schulgebühren. So wird es vielen schlauen und begabten Schülern verwehrt zur SHS zu gehen, da sich es die Eltern (sofern es überhaupt noch Eltern gibt) nicht leisten können.
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Durch den herausfordernden Alltag, der viel Zeit und Arbeitskräfte fordert, müssen auch die Kinder oft mit anpacken, um die Familie zu unterstützen. Zeit zum Lernen für die Schule bleibt deshalb kaum, was sich in den schulischen Leistungen widerspiegelt. Für viele Schüler wäre es deshalb gut, wenn sie im Internat der Schule leben könnten. Zudem werden die Schüler häufig einer SHS zugewiesen, die sich nicht in ihrem Heimatort befindet, sodass ihnen keine andere Wahl bleibt, als ins Internat zu gehen.

SHS in Ghana sind meist große Komplexe mit Bibliothek und Computerraum. Für viele Kinder aus dem Programm der Extra Classes ist es ein Traum auf eine solche Schule zu gehen und weiter zu lernen.
Wie zum Beispiel für Anthony Besseah, einem Waisenjungen aus Wenchi. Als zweitbester schloss er die Schule ab, obwohl er täglich viele Stunden seinen Großeltern auf dem Feld helfen musste. Zusätzlich unterstützte er auch noch die kleineren Kinder bei den Extra Classes. Er hat keine finanzielle Unterstützung von seiner Familie und es war ihm nur möglich die SHS zu beginnen, da die Freiwilligen vor Ort zusammen mit Unterstützern aus Deutschland es ihm ermöglichten. Seitdem lernt er hart, um eines Tages Agraringenieur zu werden. In einem Brief an seine Spender schreibt er: „Ich verspreche Ihnen viel zu lernen, damit nichts von dem, was Sie mir gegeben haben, verschwendet wird. Ich bin sehr glücklich für all das, was Sie tun, damit ich eine bessere Zukunft haben werde.“
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Unsere deutschen Freiwilligen, die die Partnerorganisation Firm Lifeline Ministry an den verschiedenen Standorten beim Nachhilfeprogramm Extra Classes unterstützen, werden immer wieder damit konfrontiert wie Kinder für sich selbst keine Zukunft sehen oder wie sie nicht ihr ganzes Potenzial ausschöpfen können, weil es schlichtweg an Geld fehlt. Um dies zu ändern und den Kindern die Möglichkeit auf eine weiterführende Schulbildung und damit eine Basis für eine bessere Zukunft zu geben, suchen wir Spender, die dies finanziell unterstützen. Dabei sollen nicht nur Schüler auf die SHS geschickt werden, sondern auch ermöglicht werden Jugendliche nach ihren handwerklichen Fähigkeiten auszubilden, wie zum Beispiel als Näher/in, Schweißer oder Tischler.